HANDWERKS-TREND Plattform-Ökonomie

Die Plattform-Ökonomie stellt den Kunden in den Mittelpunkt des Geschäftsmodells (Customer-Centricity) und nicht Produkte und Services. Die totale Kundenorientierung ist der Leitgedanke der digitalen Transformation von der Industrie- zur Netzökonomie. Dieser Wandel der Geschäftsmodelle ist erst durch die Verbreitung digital vernetzter Plattformen und Geräte möglich und ökonomisch effizient geworden.

Ein neues Ökosystem von web- und App-basierten Plattformen für Kunden ist entstanden. Herausforderer sind die globalen IT-Konzerne und die nationalen Start-ups. Große Industrieunternehmen haben reagiert und entwickeln neue digitale Vertriebsplattformen und Marktplätze. Sie haben das Potenzial, die Zusammenarbeit von Industrie, Handel und Handwerk grundlegend zu verändern.

Die Hersteller arbeiten nicht nur an der Digitalisierung ihrer Waren, sondern suchen neue Geschäftsmodelle. Der direkte Zugang zu den Daten der Endkunden ist die neue Grundlage ihres neuen Geschäfts. Beratung, Verkauf und After-Sale, wie Wartung und Reparatur, alles aus einer Hand: Das ist das neue Angebot der Hersteller an die Endkunden.

Handwerker bekommen Konkurrenz im direkten Kundenkontakt von der Industrie und dem Großhandel. Kaum ein Hersteller von Geräten oder Bauteilen, der keine Onlineangebote mit Konfigurator und Onlineshops anbietet. Darüber können Kunden auch automatisiert Angebote einholen. Die Autonomie der Handwerker wird mit Industrie und Großhandel neu ausgehandelt: Partnerschaftsmodelle oder eigene Handwerker-Mannschaft stehen zur Wahl.

Wer Fachpartner werden will, muss häufig nicht nur einen Mitgliedsbeitrag zahlen und ist verpflichtet, an Fachschulungen teilzunehmen, sondern er muss auch eine zeitgemäße Webseite sowie eine App des Herstellers anbieten. Die Konditionen ihrer Arbeit können die Handwerker nach wie vor selbstständig aushandeln.

Handwerk und Plattform-Ökonomie Die Dachdecker haben eine gemeinsame Digitalisierungs-initiative ins Leben gerufen, in der Hersteller, Händler, Handwerker, aber auch Handwerkskammern und Forschungsinstitute vertreten sind. Ziel ist es, allgemeine Regeln und Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der Geschäftsmodelle zu entwickeln.

CLUSTER: MARKETING - KUNDE

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