HANDWERKS-TREND On-Demand-Learning

On-Demand-Learning ist eine Methode, Kompetenzen zu lernen, wenn sie wirklich gebraucht werden. Dieses bedarfsorientierte Sichaneignen von Fachwissen ist mit den Tutorials und E-Learning-Angeboten des Internets entstanden. Das On-Demand-Learning ist individuell und schließt gezielt Wissenslücken. Es ist eine ökonomische Reaktion der Fort- und Weiterbildung auf die sich schnell verändernde Arbeitswelt. Das Lernen auf Vorrat entfernt sich zunehmend von der Realität im Betrieb.  

Sicher ist in unserer beruflichen Zukunft nur eines: dass nichts sicher ist. Was wir gestern gelernt haben, kann morgen schon überholt sein - oder nicht mehr zu unserer beruflichen Rolle passen. Vor dem Lernen neuer Dinge müssen wir das Entlernen trainieren. Wir müssen in der Lage sein, das Wissen, das gerade noch nützlich erschien, aufzugeben, um Neues zu lernen. Die Experten einer Studie von Dell mit dem Institute for the Future (IFTF) kommen zu dem Schluss: 85 Prozent der Jobs, in denen wir 2030 arbeiten werden, gibt es noch gar nicht.

Digitale Plattformen für das professionelle Kurzzeittraining boomen. Vorbild ist die private Online-Akademie Udacity, die Kurse speziell für die IT-Industrie anbietet. Das individuelle Kursangebot wächst ständig. Das Onlineprogramm dauert wenige Monate und schließt mit einem Diplom ab, das von allen großen IT-Unternehmen anerkannt wird. On-Demand-Learning überführt das Netflix-Prinzip in die berufliche Bildung. Wir lernen gezielt das dazu, was wir im Moment brauchen.

Handwerk und On-Demand-Learning
Handwerker lernen nie aus. Das Start-up Craftguide baut ein interaktives Lernportal mit Video-Tutorials, 3-D-Modellen, Augmented- und Virtual-Reality-Angeboten. Es wird eine interaktive Enzyklopädie für professionelles Handwerkswissen.

Handwerkskammern und lebenslanges Lernen
Mit über 500 Bildungszentren gehört das Handwerk zu den größten Weiterbildungsanbietern in Deutschland.

NETWORKING - MITARBEITER - 2022

  • Drucken
  • Nach oben