HANDWERKS-TREND Gig-Working

Gig-Working ist eine zeitlich befristete Tätigkeit von Selbstständigen und auf keine Branche festgelegt. Kuriere, Kreative, IT-Spezialisten oder Handwerker von Friseuren bis Zimmerleuten bieten ihre Arbeit wie Ware an und bringen häufig ihre eigenen Autos, Computer oder Werkzeuge gleich mit. Der Begriff kommt aus der Musikszene. Hier bedeutet Gig, dass ein Musiker einen bezahlten Auftritt hat. Gig-Jobs sind immer projektgebunden.

Gig-Worker nutzen den Internetzugang und eine branchenspezifische Plattform, die zwischen Auftraggeber und Gig-Worker vermittelt. Der Arbeitssuchende stellt eine Beschreibung seiner Fähigkeiten, evtl. auch den Stundensatz und die Verfügbarkeit, auf eine Plattform. Auf Clickworker.de sind derzeit 1,2 Millionen Deutsche registriert, um Kleinstaufgaben zu übernehmen. Weltweit gibt es mehr als 2.000 Plattformen dieser Art. 48 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, in Zukunft Jobbörsen zu nutzen, auf denen sie unkompliziert auch nur minutenweise arbeiten und Geld verdienen können.

Gig-Working stellt den Gegensatz dar zum Festangestellten im traditionellen Arbeitsverhältnis. Gig-Worker sind flexibler und können Arbeit und Freizeit besser den eigenen Vorstellungen anpassen. Die Gen Y oder Millennials (20- bis 40-Jährige) verbinden mit dem Gig-Working häufig ihren bevorzugten Lebensstil. Sie wünschen sich die volle Kontrolle über Zeiteinteilung und Aufgaben. Freizeit wird in der Gig-Working-Ära ökonomisch bewertet. Fragen wie "Kann ich es mir leisten, heute nicht zu arbeiten?" könnten zukünftig für viele zum Alltag gehören. Der Verlust der Arbeitsplatzsicherheit und die eigenverantwortliche soziale Absicherung sind die Schattenseite des Gig-Workings.

Handwerk und Gig-Working
Handwerkerportale, wie My Hammer oder blauarbeit.de, sind in den vergangenen Jahren prozentual zweistellig gewachsen. Sie werden nicht nur von Gig-Workern, sondern auch von Handwerksbetrieben genutzt, um die Auftragslage zu optimieren.

Kunsthandwerker und Onlinemarktplatz Für den Verkauf von handgemachten Produkten bieten sich E-Commerce-Webseiten an, wie Etsy oder ezebee. Allein auf Etsy werden monatlich über 25 Millionen Besucher gezählt - eine gute Chance, die eigenen Kunsthandwerk-Produkte zu verkaufen.

NETWORKING - MITARBEITER - 2022

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