HANDWERKS-TREND EMPLOYER BRANDING

Die Bildung einer Arbeitgebermarke (Employer Brand) wird für Handwerksbetriebe strategisch entscheidend.

Unternehmen brauchen für die Rekrutierung von neuen Fachkräften und zur Erhöhung von Identifikation, Stolz und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter eine starke Arbeitgebermarke. Die Theorien und Modelle des Marketings, insbesondere der Markenbildung, leisten hier gute Dienste.

Die Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften. Fast die Hälfte von ihnen hat Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter zu finden, so der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

Aber auch die Branche muss mehr für die Attraktivität des Handwerks tun. Die imagebildenden Kampagnen des ZDH, wie "Die Welt war noch nie so unfertig. Pack mit an" oder "Einfach machen", versuchen, eine neue Wertschätzung des Handwerks zu prägen.

Das, was den Mitarbeitern bei der Wahl ihres Arbeitgebers wichtig ist, hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Es drängen neue Generationen auf den Arbeitsmarkt, von denen viel gefordert wird, die aber auch ein neues Werteverständnis haben und andere Ansprüche an die Arbeit stellen.

Diese jungen Fachkräfte erreichen den Arbeitsmarkt in einer Zeit des Umbruchs und gestalten die digitale Transformation der Betriebe mit. Guten Leuten muss man etwas bieten, damit sie kommen - oder bleiben. Es geht nicht nur um ein hohes Gehalt und einen imposanten Jobtitel, um Statussymbole und Macht.

Für viele Menschen werden andere Kriterien bei der Wahl des Arbeitgebers wichtiger: Autonomie, Gestaltungsfreiheiten, Sinnhaftigkeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, ein inspirierendes und kollegiales Arbeitsumfeld, Lernerfahrung und Weiterentwicklung und das Gefühl, mit der eigenen Arbeit etwas zur Entwicklung des Unternehmens beizutragen (s. Agile Teams).

Um eine erfolgreiche Marke als Arbeitgeber zu schaffen, wird man Antworten brauchen:

  • Warum machen wir es? Hier geht es um Grundwerte und Ziele.
  • Was bieten wir? Hier geht es um das erfolgreiche Geschäftsmodell.
  • Wie machen wir es? Hier geht es um das zukunftsorientierte Betriebsmodell. 

Das Herzstück des Employer Brandings sind die Inhalte und der Zeitpunkt, zu dem man sie über die Medien verbreitet. Hier bieten sich Fachzeitschriften, Social Media, aber auch Businessnetzwerke wie Xing oder LinkedIn an.

Es reicht sicher nicht, witzige Recruiting-Videos bei Youtube zu veröffentlichen oder durch lustige Fotos bei Facebook oder Instagram präsent zu sein. Eine aussagekräftige Homepage ist für alle Internetaktivität selbstverständlich (s. Brand-Experience).

MARKETING - MITARBEITER 2022

2020 hier erleben:

Eines der Top-Themen auf der DACH+HOLZ International 2020 ist die Fachkräftesicherung für Unternehmen des Dachdecker- und Zimmererhandwerks. Sehen Sie hier die Videos der Web-Pressekonferenz zum Thema "Herausforderung Nachwuchsmangel - Employer Branding als Chance?" mit hochkarätigen Experten.

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