HANDWERKS-TREND Distance Disco

Der Trend Distance Disco schützt die Gesundheit der Mitarbeiter vor den Gefahren einer zweiten Welle der Corona-Pandemie und den Betrieb davor, unter Quarantäne gestellt zu werden.

Unternehmen sollten sich darauf einstellen, dass sich bestimmte Verhaltensweisen und Prioritäten nicht nur der Kunden, sondern auch der Mitarbeiter durch die Corona-Pandemie langfristig ändern und dadurch neue Strategien und Innovationen notwendig werden. Diese betreffen die Präventions- und Arbeitsschutzmaßnahmen, Zusammenarbeit, Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsmaterialien und Sanitär- und Pausenräume.

Forscher der US-amerikanischen Harvard-Universität haben den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie prognostiziert und gehen davon aus, dass die soziale Distanzierung bis 2022 wichtig bleibt, auch wenn ein Impfstoff gefunden wird.

Für Führungskräfte bedeutet es, sich eingehend mit Sorgen und Ängsten ihrer Mitarbeiter zu beschäftigen. Dazu zählen neben den gesundheitlichen Sorgen auch solche auf psychischer Ebene wie etwa Existenzängste, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit, die durch die Krise verursacht werden. Führungskräfte müssen deshalb signalisieren, dass die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter oberste Priorität hat.

Auch die Mitarbeitermotivation wird an Bedeutung gewinnen. Im "New Normal", der Zeit nach der ersten Corona-Welle (s. Trend "New Normal"), wird die Digitalisierung und Automation der Unternehmen im Mittelpunkt der Investitionen stehen. Der Mensch, der in der Wertschöpfungskette immer zentral war, wurde in der Krise zum schwächsten Glied. Es geht um die zukünftige Gestaltung der Arbeitswelt.

Vor allem die Anwendung digitaler Tools für die virtuelle Zusammenarbeit hat sich schnell durchgesetzt. Telearbeit und mobile Arbeitsweisen reduzieren die Ansteckungsgefahr der Mitarbeiter. Handwerksbetriebe haben begonnen diese Entwicklung, vor allem in ihren Verwaltungen, nachzuvollziehen.

Es geht um Risikominimierung, um für neue Ausgangssperren weniger anfällig zu sein, aber auch darum, Kosten zu sparen. Zwei von drei Unternehmen in Deutschland planen in Zukunft bereits Hybride-Konzepte aus Home-Office und Büro einzurichten, so eine Studie von StepStone im Juni 2020. Die virtuelle Zusammenarbeit, um Abstand halten zu können, ist zum täglichen Ritual geworden.

Wie gut die neue Arbeitsplatzgestaltung funktioniert, zeigen die Ergebnisse einer Unternehmerbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft im Juni 2020. Aus Sicht der Unternehmen lassen sich die Abstandsregeln für Mitarbeiter verhältnismäßig einfach umsetzen. Im Schnitt gaben die Unternehmen den Abstandsregeln für Mitarbeiter den Wert sechs. In der Umfrage bedeutete zehn, es ist sehr einfach umzusetzen.

Das Messen der Körpertemperatur von Mitarbeitern ist ein Tool zur Verhinderung der Virenausbreitung, da mutmaßlich erkrankte Personen auf diese Weise schnell identifiziert, isoliert und behandelt werden können. Kontaktlose und automatische Temperaturerfassungssysteme im Eingangsbereich des Betriebes ermöglichen Systeme wie "Check Vue".

Für die besonders sensiblen Handwerksbetriebe aus dem Bereich der Lebensmittelproduktion oder der persönlichen Dienstleistungen gibt es sensorgesteuerte Zutrittsmodule, wie "Axess", die nicht nur die Temperatur des Mitarbeiters messen, sondern auch erkennen, ob dieser einen Mund-Nasen-Schutz trägt.

Das gute Lüften der Räume ist genauso selbstverständlich geworden, wie das häufige Händewaschen und der Verzicht auf das Händeschütteln. Die regelmäßige Desinfektion von Türgriffen, Touchscreens, Werkzeugen und allen berührungsintensiven Bereichen gehören zu den Aufgaben, die in kurzen Intervallen durchgeführt werden müssen.

Die Kosten für den Kauf von Handschuhen, Masken, Infrarot Thermometern, Handdesinfektionsmitteln, die Installation von zusätzlichen Handwaschstationen oder die Entzerrung in den Umkleideräumen, sowie das intensivere Reinigen und Desinfizieren lohnen sich.

Ist ein Corona-Fall in einem Unternehmen aufgetreten, darf laut Infektionsschutzgesetz nur qualifiziertes Personal reinigen und desinfizieren. Während dieses in Büros vergleichsweise einfach funktioniert, ist es in den Produktionshallen deutlich komplizierter. Die Gesundheitssicherheit des Betriebes hat im "New Normal" eine zentrale Bedeutung bekommen.

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