HANDWERKS-TREND CULTURAL FIT

Cultural Fit beschreibt die Übereinstimmung in Arbeitsweisen und Betriebskultur zwischen Bewerbern und Arbeitgebern sowie Mitarbeitern und Betrieb.

Der Blick auf gemeinsame Werte in der Zusammenarbeit wird wichtiger, je stärker der Facharbeitermangel die Arbeitswelt im Handwerk prägt. Im Wettbewerb um die Talente reagieren die Unternehmen auf das Selbstverständnis der jungen Generationen der bis 40-Jährigen (Gen Y und Z).

"Culture eats strategy for breakfast", soll Managementdenker Peter Drucker einmal gesagt haben. Was bedeutet das für das Handwerk der Zukunft? Ob ein Bewerber zur Unternehmenskultur passt und die gemeinsamen Werte teilt, wird künftig wichtiger sein als Expertenwissen.

Der Cultural Fit entscheidet sich aus Sicht der jungen Fachkräfte verstärkt über die Frage nach dem Sinn ihres Arbeitsplatzes. Laut einer aktuellen forsa-Umfrage definiert sich derzeit ein Fünftel der deutschen Arbeiter und Angestellten über ihren Job; 29 Prozent empfinden ihn als sinnstiftend. Familiengeführte Handwerksbetriebe haben hier traditionell Vorteile, denn sie setzen auf Vertrauen und langfristige Perspektiven.

Handwerk und Cultural Fit

Die virtuelle Betriebskultur prägt schon heute den Cultural Fit. Die Nutzung von digitalen Medien wird für Bewerber und Betriebe immer wichtiger. Der Auftritt auf Social-Media-Plattformen gibt einen ersten Einblick in die Kultur eines Unternehmens.

Die Fachkräfte - und die es werden wollen - der Gen Y und Z nutzen vor allem das Smartphone zur Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Sie wollen sich mobil bewerben. Aktuell springt jeder zweite Kandidat ab, wenn Stellenanzeigen und Karriereseiten nicht mobil angepasst sind.

Es ist auch wichtig, Kurzbewerbungen durch einen Fragenkatalog zu erleichtern und so einen einfachen, zielgerichteten Prozess zu ermöglichen.

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